Awareness (englisch von „to be aware“, also „(sich) bewusst sein“) bedeutet Aufmerksamkeit und Bewusstsein. Aufmerksamkeit dafür, dass die eigenen Grenzen und Sicherheitsgefühle ebenso wie die der anderen nicht überschritten werden. Dafür braucht es ein Bewusstsein, dass wir alle eine Mitverantwortung tragen für das Wohlbefinden der Menschen um uns herum. Dazu gehört auch, Diskriminierungen und Grenzüberschreitungen innerhalb einer Gruppe bzw. Veranstaltung zu erkennen und sensibel für Situationen zu sein, in denen das Sicherheitsgefühl von Menschen bedroht ist. Eine voreilige Berührung, ein unangenehmer Blick oder eine unbedachte Aussage können die Grenzen anderer Menschen verletzten.
An einer Universität kommen Menschen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen zusammen. Es ist deshalb wichtig, sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen. Rassismus, Sexismus, physische, psychische oder sexualisierte Gewalt, Queerfeindlichkeit sowie Diskriminierung aufgrund einer körperlichen, psychischen oder kognitiven Beeinträchtigung haben am Institut für Theaterwissenschaft und allgemein auf dem Campus der RUB keinen Platz.
Sprich die Dozierenden an, melde dich beim Fachschaftsrat des Instituts oder nimm eine Sprechstunde der dezentralen Gleichstellung in Anspruch, wenn eine Grenze überschritten wird, du eine Diskriminierung beobachtest, dein Sicherheitsgefühl bedroht ist, du dich unwohl fühlst oder Hilfe brauchst.
Awareness setzt es sich zum Ziel, Gewalt, wo immer möglich, wahrzunehmen und idealerweise zu vermeiden. Gewalt liegt dann vor, wenn Menschen Schädigungen und/oder Benachteiligungen dadurch erfahren, dass ohne ihr Einverständnis Einfluss auf sie ausgeübt wird. Dies kann individuell von Einzelpersonen ausgehen oder auch strukturell in der Beschaffenheit eines Ortes, einer Gruppe oder einer Veranstaltung begründet liegen. Awareness ist deshalb eine Frage sowohl der Haltung als auch der Praxis. Es ist wichtig, sich die eigenen Erfahrungen und Privilegien vor Augen zu führen, um sinnvoll über diskriminierende Strukturen sprechen zu können. Alle Beteiligten einer Gruppe bzw. einer Veranstaltung sollten sich konstruktiv und kritisch aus ihrer eigenen Positionierung heraus einbringen können.
Durch das Schaffen von Safe Spaces (sichere Räume) können Teilnehmende darin bestärkt werden, sich in einer Gruppe, bzw. Veranstaltung frei zu äußern und ihre Bedürfnisse und Gedanken einzubringen. Auf diese Weise können Positionen sichtbar gemacht werden, die in unserer Gesellschaft oft nicht genug wahrgenommen werden. Deshalb sind Awareness-Konzepte vor allem für Menschen mit (aber nicht nur limitiert auf) folgende Diskriminierungs- oder Marginalisierungserfahrungen wichtig: Alter, Behinderung, chronische Krankheit, Ethnie, Gender, Identität, sexuelle Orientierung, sozialem Status, und Staatsangehörigkeit.
Du fühlst dich unwohl, wirst verfolgt oder beleidigt und suchst akut Schutz oder einen Rückzugsort? In allen Räumen mit einem "Safer Spaces"-Symbol auf dem Türschild findest du einen sicheren Aufenthaltsort – ohne viele Erklärungen.
Du kannst dich auf das Symbol auf dem Türschild beziehen und um einen ruhigen Aufenthaltsort bitten. Der Person im Raum kannst du von deiner Diskriminierungserfahrung berichten, aber du musst nicht. Du kannst dich jederzeit an das Team der Antidiskriminierungsstelle, an die dezentrale Gleichstellung und das Team Diversität wenden.
Du fühlst dich auf dem Campus der RUB unwohl? Der Wachdienst bietet ganztägig einen Begleitschutz auf dem Campus an. Er ist telefonisch erreichbar unter: 0234 / 32 27001
Für eine diskrete Beratung im Fall von jeglicher Art von Diskriminierung, physischer oder psychischer Gewalt können sich betroffene Personen an Vincent Bornemann (Fachschaft) oder Karina Rocktäschel (Institut) wenden.
Der Fachschaftsrat des Instituts für Theaterwissenschaft hat ein Awareness-Konzept erarbeitet. Dieses setzt das Fachschaft-Awareness-Team an allen Veranstaltungen des Fachschaftrats um, d.h. es wird versucht Veranstaltungen so diskriminierungsarm wie möglich zu gestalten und eine Atmosphäre zu erschaffen, die es erlaubt, Verantwortungen zu übernehmen und Grenzen zu wahren, sodass sich alle sicher fühlen können.
Auch außerhalb von Veranstaltungen steht der Fachschaftsrat für Beratungen zur Verfügung: Die Mitglieder des Fachschaftsrats hören dir zu, nehmen dich ernst und unterstützen dich soweit dies möglich ist: Meld dich per Mail [fr-tw@ruhr-uni-bochum.de] oder schau in einer Sprechstunde vorbei.
Bist du mit etwas überfordert oder kommst auf dem Gedankenkarusell nicht mehr raus? Die psychologische Studienberatung unterstützt bei Schwierigkeiten und ist Ansprechkontakt in Krisenfällen.
Steckst du in einer Krise? Zögere nicht, dir Hilfe zu holen. Auf der Seite des Akafoe sind mehrere Anlaufstellen gelistet, die bei psychischen Notfällen kontaktiert werden können.
Fühlst du dich diskriminiert? Das dezentrale Gleichstellungsbüro der Fakultät kümmert sich um Fragen und Anliegen von allen Mitgliedern der Fakultät für Philologie und arbeitet aktiv am Abbau von Diskriminierung mit.
Ziel der Ruhr-Universität Bochum ist es, allen ein barrierefreies und gleichberechtigtes Studium zu ermöglichen. Hierzu bietet sie ein vielfältiges Beratungs- und Unterstützungsprogramm für Studierende mit Behinderung oder einer chronischen Erkrankung an.
Finanzielle Sorgen? Die Studienfinanzierungsberatung der RUB informiert über die Möglichkeiten zur Finanzierung des Studiums.
Im Kontext von Diskriminierung gibt es neben der eigenen Antidiskriminierungsstelle an der Ruhr-Universität Bochum viele weitere Anlaufstellen.
Allgemeine Informationen, lokale Anlauf- und Beratungsstellen hat das Autonomen queer*feministischen Referat des Asta zusammengetragen.