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Infos zum Praxis-Modul

Im Rahmen des Praxismoduls können Erfahrungen in der professionellen Theater- und Performancearbeit sowie in der eigenständigen künstlerischen Praxis gesammelt und für das Studium angerechnet werden. Das Sammeln von Praxiserfahrung ist ausdrücklich erwünscht. 

Eine eigene künstlerische Arbeit oder Assistenz im Bereich Theater, Performance, Kuration etc. kann als benotete Leistung (MAP) und ein Praktikum, eine Hospitanz oder eine Teilnahme an einem Projekt mit einer unbenoteten Leistung (SL) angerechnet werden; auf Wunsch kann auch eine eigene Arbeit oder eine Assistenz als unbenotete Leistung anerkannt werden. 


  • Nachweis über den Zeitraum des Praxisprojektes bzw. der Arbeit. Diese sollte in der Studienzeit an der RUB oder nicht länger als ein Jahr vor Studienanfang zurück liegen.
  • Nachweis über den Umfang geleisteter Stundenzahl, bzw. bei einer eigenen Arbeit eine Einschätzung. MAP = mind. 120 Stunden, SL = mind. 60 Stunden. 
  • Einreichung einer Reflexionsschrift mit einem Umfang von mind. 16.000 (MAP) oder mind. 5.000 Zeichen (SL). Die Reflexion sollte über einen Tagebucheintrag hinausgehen und von einer Fragestellung geleitet die Arbeitserfahrung reflektieren. Für eine benotetete Leistung (MAP) gibt es zudem die Möglichkeit, ein mündliches Gespräch zu führen. Die Fragestellung kann etwa die Produktionsbedingungen oder den künstlerischen Prozess betreffen; eine sehr spezifische Frage, wie z. B. nach der Nachhaltigkeit des Umgangs mit Requisiten und Kostüm, ist ebenfalls möglich. Eine Einbindung von externen Quellen wird empfohlen, ist aber nur bei der benoteten Leistung obligatorisch. 

Im Rahmen der Praxisanerkennung der Theaterwissenschaft können maximal zwei externe Leistungen für das Studium anerkannt werden. Eine weitere Möglichkeit Praxis-Leistungen anzurechnen besteht über den Optionalbereich oder über die Independent Studies.

Für die Anrechnung von eigenen künstlerischen Arbeiten oder Assistenz-Arbeiten ist eine Sprechstunden-Beratung durch die:den Praxisbeauftragte:n des Instituts zwingend erfoderlich.

  • unbenotete Leistung (SL): Schicke eine Mail mit allen wichtigen Informationen, d.h. inkl. Ort, Zeit und Rahmen der Praxiserfahrung; kurze Beschreibung der Tätigkeiten und Verantwortungen; Nachweis über oder Einschätzung des Stundenumfanges; Vorschlag einer Fragestellung für die Reflexion. 
  • benotete Leistung (MAP): obligatorische und frühzeitige Vereinbarung einer Sprechstunde mit der:den Praxisbeauftragte:n oder einer:einem Dozent:in des Fachs Theaterwissenschaft & Performance Studies (keine Lehrbeauftragten!) nach Wahl. Beim letzteren Fall sollte eine inhaltliche Nähe zu einem Seminarthema oder des Forschungsschwerpunktes der:des Dozent: erkennbar sein.

Die:der Praxisbeauftragte berät und unterstützt nach Möglichkeit auch gern bei der Findung eines Praktikumsplatzes oder einer passenden Infrastruktur für die Realisierung der künstlerischen Arbeit. 

Im Folgenden sind ein paar Hinweise aufgelistet, die zur Erstellung einer Reflexionsschrift hilfreich sind. Bitte besprich den Leistungsnachweis vorher mit den jeweiligen Dozierenden.

1) Was ist deine künstlerisch-wissenschaftliche Fragestellung? Was ist der Kontext/das Interesse, aus dem heraus du diese Fragestellung entwickelt hast?

2) Beziehe Literatur/Zitate mit ein. Diese kann entweder wichtige Impulse geben oder die eigene künstlerisch-wissenschaftliche Arbeit einordnen. Die Literatur muss nicht zwingend auf das künstlerische Projekt "angewandt" werden.

3) Was wurde versucht? Welche Phasen, welche Herangehensweisen und Entscheidungen gab es?

4) Beschreib dein "Ergebnis", die künstlerische Arbeit, so dass sich eine nicht involvierte und auch nicht im Publikum anwesende Person die Arbeit vorstellen kann.

5) Reflexion: Welche Schlüsse ziehst du aus dem Prozess? Woran ließe sich weiterarbeiten?

Im mündlichen Gespräch (nur für künstlerische Arbeiten im Rahmen eines Seminars möglich) soll die eigene künstlerische-wissenschaftliche Arbeit anhand eines Thesenpapiers reflektiert werden. Bitte besprich den Leistungsnachweis vorher mit den jeweiligen Dozierenden. Für das Thesenpapier können folgende Inputs hilfreich sein. 

1) Was ist deine künstlerisch-wissenschaftliche Fragestellung? Was ist der Kontext/das Interesse, aus dem heraus du diese Fragestellung entwickelt hast?

2) Formuliere zwei, drei Thesen zu einem für die eigene künstlerisch-wissenschaftliche Arbeit wichtige Lektüre oder künstlerischen Gegenstand.

3) Wie hat die Partizipation des Publikums funktioniert? Inwieweit verhandelt das Projekt eine subversive, kritische Perspektive? 

4) Beschreib dein "Ergebnis", die künstlerische Arbeit, so dass sich eine nicht involvierte und auch nicht im Publikum anwesende Person die Arbeit vorstellen kann.

5) Reflexion: Welche Schlüsse ziehst du aus dem Prozess? Woran ließe sich weiterarbeiten?


Zum Leitfaden (PO 2016)

Praxis-Anrechnung