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B.A. Theaterwissenschaft & Performance Studies

Was erwartet dich im B.A.-Studiengang Theaterwissenschaft & Performance Studies?

Der Studiengang Theaterwissenschaft & Performance Studies widmet sich den szenischen Künsten in ihrer ganzen Bandbreite: Seine Gegenstände sind Schauspiel, Tanz, Musiktheater, Puppenspiel, Performance-, Audio-, Video- und Installations-Kunst, ortsspezifisches Arbeiten, Interaktionskunst im öffentlichen Raum, Szenographie sowie die vielfältigen Überschneidungen und Entgrenzungen der Künste untereinander. Im Studium werden historische und gegenwärtige Formen performativer oder darstellender Kunstformen und Praktiken mit Ansätzen aus der politischen und insbesondere dekolonialen Theorie, Psychoanalyse, Diskursanalyse, Anthropologie und Gender Studies untersucht, insbesondere aus machtkritischer Perspektive. Dabei werden nicht nur ästhetische Phänomene, sondern auch eine Vielzahl kultureller Praktiken wie Embodiment, Selbsterfahrung, ritualisiertes Verhalten, die Performativität der Geschlechter sowie antistrukturelle Formen des Gemeinschaftlichen unterrichtet und erforscht. 

Das Studium der Theaterwissenschaft & Performance Studies versteht sich in der B.A.-Phase als eine allgemeine wissenschaftliche Grundausbildung. Das Studium soll den Studierenden, unter Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufswelt, fachliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden so vermitteln, dass sie zu kritischer Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und zu kommunikativem Handeln in Beruf und Gesellschaft befähigt werden. Der B.A.-Studiengang ist vorwiegend analytisch, theoretisch und historisch-kritisch ausgerichtet und qualifiziert unter anderem für unterschiedliche Tätigkeitsbereiche in Theaterhäusern, Medien sowie Wissenschaft und anderen kulturellen Einrichtungen.

Das Bachelor-Studium umfasst insgesamt sechs Semester (inklusive B.A.-Arbeit). Es werden zwei gleichwertige Fächer studiert (2-Fach-B.A.), hinzu kommt ein verpflichtender Optionalbereich. Für den B.A.-Abschluss sind insgesamt 180 Creditpoints erforderlich, die nach Maßgabe der fachspezifischen Bestimmungen zu erbringen sind.

An der Ruhr-Universität ist die Kombination der Studienfächer frei wählbar, das Fach Theaterwissenschaft & Performance Studies ist grundsätzlich mit jedem anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Fach kombinierbar. Generell sinnvoll und empfehlenswert sind Kombinationen mit den Fächern Medienwissenschaft, Philosophie, Kunstgeschichte, Komparatistik, Germanistik, Anglistik, Romanistik oder Klassische Philologie.






Welche Kompetenzen werden in den einzelnen Modulen (PO 2025) erworben?

Das Propädeutische Modul führt in die historischen und methodischen Grundlagen der Theaterwissenschaft und der Performance Studies ein. Unter Bezug auf die Entwicklungsgeschichte beider Fächer werden grundlegende Fragestellungen, Paradigmen und Begriffe in interdisziplinärer und interkultureller Perspektive vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus werden Theaterformen und performative Praktiken im Wandel medialer und digitaler Prozesse verortet.

Das "Propädeutisches Modul I: Geschichte" besteht aus einer Vorlesung und einem Begleitseminar, sowie einem obligatorischen Tutorium und einem aus dem Angebot der Propädeutischen Veranstaltungen zu wählenden Seminar.

Das Modul vermittelt Kenntnisse der Entwicklung und der Vielfalt des europäischen Theaters von seinen Anfängen bis zur Gegenwart, Grundlagen des wissenschaftlichen Artbeitens, methodische Fähigkeiten in der Analyse historischer Dramen und Aufführungen sowie Kenntnisse der Geschichte und Fragestellungen des Fachs in Deutschland und weltweit. Es bietet zudem Einsicht in kulturelle und gesellschaftliche Zusammenhänge der szenischen Künste in historischer Perspektive und reflektiert unterschiedlicher Ansätze der Theaterhistoriographie.

 

Das Propädeutisches Modul II: Theorie" besteht aus einer Vorlesung und einem Begleitseminar. Es vermittelt ein Verständnis der wichtigsten Theorien, Prinzipien und Methoden der Theaterwissenschaft und Performance Studies, Kenntnisse grundlegender Texte der Theater- und Performancetheorie und einschlägiger Werke der Theater- und Performancekunst, bietet Einsicht in kulturelle, gesellschaftliche und mediale Zusammenhänge der szenischen und performativen Künste sowie einen Überblick über unterschiedlicher Ansätze der Theater- und Performancetheorie und ihre Einordnung in philosophische und anthropologische Traditionen

 

Lehrveranstaltungen des Praxismoduls dienen der Vertiefung von Kenntnissen auf (theater-)praktischem Gebiet. Sie bewegen sich zwischen Theorie und Praxis und bieten alternative Lehr- und Lernformen an. Die Veranstaltungsleiter*innen begleiten Studierende bei der Entwicklung eigener (künstlerischer oder kulturvermittelnder) Projektansätze und unterstützen sie bei der Realisierung. Zudem können Praktika oder Assistenzen im Bereich künstlerischer Arbeit, Produktion, Kuration etc. angerechnet werden.

Das Modul zielt auf eine Förderung und Differenzierung der künstlerischen und kulturvermittelnden Anlagen der Studierenden, die Reflexion und Austausch über Ideen, Probleme und Lösungen, das Übernehmen von Verantwortung innerhalb von Gruppenprozessen und bietet eine Berufsfeldorientierung.

 

Systematische Module vertiefen die im Propädeutischen Modul begonnene Beschäftigung mit zentralen Gegenstandsbereichen der Theaterwissenschaft und der Performance Studies. Systematische Module setzen sich mit methodischen Perspektiven mit den Schwerpunkten der Analyse des Gegenwartstheaters und der performativen Praktiken, der Theatertheorie, der Theatergeschichte und den Performance Studies exemplarisch auseinander, unter besonderer Bezugnahme auf internationale Forschungsfelder und fremdsprachige Texte.

Das Modul bietet vertiefende Kenntnisse exemplarischer Methoden (z.B. Aufführungs- und Inszenierungsanalyse, Poststrukturalismus, Performancetheorie, Gender und Queer Studies, Postkoloniale Theorie, Theatralitätsforschung, Me-dientheorie, Literaturwissenschaft, Anthropologie), Übung im Bewerten und Interpretieren von Gegenständen der Theaterwissenschaft und Performance Studies, fördert ein vergleichendes Verständnis von politischen, ökonomischen, ökologischen und medialen Kontexten von Theater und performativen Praktiken in Europa und weltweit sowie ein Problembewusstsein für die ästhetische, historische, soziale und technologische Eingebundenheit des Theaters und von performativen Praktiken.

Das Recherchemodul bietet die Möglichkeit, Forschungsinteressen zu folgen und sie zu entfalten, an experimentellen Lehr- und Lernformaten teilzunehmen (Labore, Sichtungen, Workshops, Exkursionen) sowie eigenverantwortlich an Studien- oder Forschungsprojekten mitzuwirken. Die Veranstaltungen sind praxis- und prozessorientiert und der Fokus liegt auf der Selbstständigkeit der Studierenden bei der Untersuchung von Forschungsfragen, der Auswahl der Methoden und der Aufbereitung der Ergebnisse.

Das Modul fördert die Kompetenz zur selbstständigen Recherche und Erarbeitung mehrerer Teilaspekte des Forschungsgegenstands, bietet eine Vertiefung bereits bekannter theaterwissenschaftlicher und performancetheoretischer Methode und übt die praktische Auseinandersetzung mit Forschungsfragen.

Weiterführende Module beschäftigen sich mit den vielfältigen Formen von Theater und Performance (z.B. Sprechtheater, Musik und Musiktheater, Tanz, Performancekunst, performative Praktiken, Figurentheater), zum anderen werfen sie theoretische, historische oder thematische Fragestellungen auf, die über die Grenzen der engeren Fachdiskussion hinausführen. Weiterführende Module integrieren Fragestellungen aus den fachlichen Perspektiven anderer Fächer und sind komparatistisch ausgerichtet. Hierbei wird auch der Wandel des Theaters wie der Theaterwissenschaft im medialen und digitalen Zeitalter beleuchtet.

Das Modul vertieft Wissensbestände auf dem Stand der Fachliteratur und orientiert sich am aktuellen Stand der Forschung. Es verschränkt die Theoriebildung von Theaterwissenschaft und Performance Studies mit interdisziplinären und interkulturellen Perspektiven, beleuchtet die Vernetzung von Theater und Performancekunst mit anderen Medien, Herausforderungen der Digitalisierung und vermittelt Kenntnisse in einem erweiterten Bereich theatraler Darstellungsformen.

Das Modul fördert Kompetenzen im wissenschaftlichen Umgang mit den Gegenständen der Theaterwissenschaft und Performance Studies sowie die Fähigkeit zur Formulierung einer eigenständigen Problemstellung und Herausarbeitung des Konzepts für die B.A.-Arbeit und mündliche Präsentation. Mit der Abfassung der B.A.-Arbeit erfolgt der Nachweis von im Studium und insbesondere in den einzelnen Modulen erworbenen Kompetenzen sowohl im wissenschaftlichen Umgang mit den Gegenständen des Faches als auch in den schriftlichen wissenschaftlichen Präsentationsformen.

PO 2016

Du hast vor 2025 mit deinem Studium angefangen und dich nicht in die neue Prüfungsordnung (PO 2025) umgeschrieben? Dann findest du hier deine PO 2016!

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Was ist der Optionalbereich?

Der Optionalbereich vermittelt Kompetenzen, die sowohl für eine wissenschaftliche Tätigkeit als auch für den außeruniversitären Arbeitsmarkt qualifizieren. Die weitgehende Wahlfreiheit dient der persönlichen Profilbildung, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Internationalisierung. Zum Modulangebot gehören u. a. Fremdsprachen, Präsentations- und Kommunikationsangebote, Informationstechnologien, interdisziplinäre Module und Einblicke in andere Fächer. Der Optionalbereich stellt den Wahlpflichtbereich dar und umfasst insgesamt 30 Creditpoints im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang.