Das M.A.-Studium der Theaterwissenschaft & Performance Studies baut auf die im B.A.-Studium erworbene wissenschaftliche Grundausbildung auf. Es vertieft die fachlichen Fähigkeiten und Methoden und befähigt die Studierenden zur kritischen Einordnung und Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie zu kommunikativem Handeln in Forschung, Beruf und Gesellschaft. Das Master-Studium in Theaterwissenschaft & Performance Studies hat eine theoretische und kulturhistorisch-kritische Ausrichtung. Es zielt auf ein fundiertes Verständnis sowie eine problemorientierte Bewertung von Theater und theatralen Formen sowie Performance und performativen Szenen. Das Master-Studium des Fachs Theaterwissenschaft & Performance Studies führt in den aktuellen Stand der Forschung ein und analysiert Positionen szenischer Künste sowie gesellschaftlicher Transformationsprozesse im Rahmen ihres kulturgeschichtlichen Kontextes, ihrer politischen und sozialen Dimensionen sowie ihren jeweiligen Darstellungsweisen.
Der M.A. "Theaterwissenschaft & Performance Studies" ist an der Ruhr-Universität Bochum mit einer Regelstudienzeit von vier Semestern als 1- oder 2-Fach-Master studierbar. Für diese sind jeweils 100 CP zu erwerben.
Im Basismodul werden Gegenstände und Fragestellungen der Theaterwissenschaft und Performance Studies in vergleichender Perspektive vorgestellt und kritisch diskutiert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Vermittlung vielfältiger methodischer Zugänge, die transkultureller Perspektiven ebenso wie institutionskritische, praxeologische und ethnographische Methoden umfassen können. Zudem wird in die historischen und gegenwärtigen Entwicklungen in allen Bereichen des Theaters – unter anderem Sprechtheater, Performancekunst, Tanz, Applied Theater, künstlerische Forschung – sowie in einem erweiterten Bereich der performativen Praktiken eingeführt. Das Modul dient der Erlangung der Fähigkeit, eigene methodische Zugänge zu entwickeln und Gegenstände aus verschiedenen Perspektiven vergleichend zu analysieren.
Das Modul vermittelt die Fähigkeit Gegenstände der gesamten Breite der Theaterwissenschaft und Performance Studies zu analysieren, Gegenstandsbereiche und Fragestellungen einzugrenzen, die Integration von Wissen und den Umgang mit komplexen Problemstellungen.
Im Aufbaumodul werden an exemplarischen Gegenständen und Fragestellungen theater- und performancehistorische Kenntnisse, Theorien und Methoden der Theaterwissenschaft und der Performance Studies über Grundlagenkompetenzen hinaus in einer komparatistischen Perspektive vorgestellt sowie neueste Entwicklungen der gegenwärtigen szenischen und performativen Künste wahrgenommen und analytisch nachvollzogen. Theorien und Methoden werden dabei in ihrer Komplexität entfaltet und vergleichend diskutiert, wobei die Themenbereiche umfassend und kontextualisierend behandelt werden. Analytische Kenntnisse werden so anhand eines historisch und systematisch eingegrenzten Gegenstandsbereiches vertieft.
Das Modul vermittelt die Fähigkeit zur selbständigen wissenschaftlichen Analytik und zum selbstständigen Wissenserwerb sowie Methoden insbesondere in internationaler und interkultureller Perspektive.
Das Recherchemodul bietet die Möglichkeit, Forschungsinteressen zu folgen und sie zu entfalten, an experimentellen Lehr- und Lernformaten teilzunehmen (Labore, Sichtungen, Workshops, Exkursionen) sowie eigenverantwortlich Studien- oder Forschungsprojekte durchzuführen. Die Veranstaltungen sind praxis- und prozessorientiert und der Fokus liegt auf der Selbstständigkeit der Studierenden bei der Entwicklung und Untersuchung von Forschungsfragen, der Auswahl der Methoden und der Aufbereitung der Ergebnisse.
Das Modul kann durch ein Praktikum oder eine Assistenz absolviert werden. Diese Option zur Berufsfeldorientierung wird ausdrücklich empfohlen, wenn kein akademischer Beruf angestrebt wird. Es fördert die Kompetenz, neue theoretische Ansätze und innovativer Denkmodelle zu entwickeln und erlaubt das Erforschung des theoretischen Potenzials ästhetischer Praktiken, die Entfaltung der Kreativität und der Eigeninitiative in der Forschung sowie eigenständige praktische Auseinandersetzung mit Forschungsfragene.
Die Vertiefungsmodule können sich verstärkt der Analyse von Grenzformen etwa zwischen Theater, Tanz, Performance, Kunst, Musik, Film und Literatur widmen. Sie integrieren Ansätze wie beispielsweise der Anthropologie, Gesellschaftswissenschaften, Religionswissenschaften, Medienwissenschaft, politischen Philosophie, Gender and Queer Studies sowie postkolonialen Theorien in die eigene Theorie- und Methodenbildung, insbesondere mit Blick auf die szenischen Künste und performativen Praktiken.
Das Modul vermittelt die umfassende und differenzierte Kenntnis von Gegenständen, Fragestellungen und Theoriemodellen der Theaterwissenschaft und der Performance Studies, fördert ein kritisches Verständnis auf dem neusten Stand der wissenschaftlichen Forschung in einem oder mehreren Spezialbereichen sowie die Fähigkeit zur Entwicklung von interdisziplinären und transkulturellen Fragestellungen und deren abstrakter Diskussion und Bewertung. Es bietet zudem die Möglichkeit für forschendes Lernen bzw. die eigenständige Entwicklung von Forschungsfragen oder der Realisierung von Forschungsprojekten.
Der Ergänzungsbereich fördert das Kennenlernen und Erproben interdisziplinärer Gegenstände und Methoden sowie die exemplarische Auseinandersetzung mit einer anderen akademischen Fächerkultur. Im Modul sollen deshalb fachgebundene, fachübergreifende und interdisziplinäre Studieneinheiten besucht und individuelle thematische und methodische Schwerpunktsetzungen gemäß den eigenen Interessen gesetzt werden. Belegt werden können Veranstaltungen, die von anderen Studiengängen angeboten werden. Empfehlenswert sind beispielsweise Veranstaltungen der Fächer: Medienwissenschaft, Kunstgeschichte, Komparatistik, Germanistik, Anglistik, Philosophie, Gender Studies o.Ä. Eventuelle Fragen zur Anrechenbarkeit von Studieneinheiten für den Ergänzungsbereich sollten vorab mit dem oder der Beauftragten für die Studienberatung am Institut für Theaterwissenschaft besprochen werden.
Das Modul fördert die Kompetenzen im wissenschaftlichen Umgang mit den Gegenständen der Theaterwissenschaft und der Performance Studies sowie die Fähigkeit zur eigenständigen Problemstellung, analytisches Vermögen und die Anwendung theoretischer Ansätze. Mit der Abfassung der M.A.-Arbeit erfolgt der Nachweis von im Studium erworbenen Kompetenzen, sowohl im wissenschaftlichen Umgang mit den Gegenständen des Faches als auch in den schriftlichen wissenschaftlichen Präsentationsformen.
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Im 1-Fach-Master sind Lehrveranstaltungen aus dem Studiengang Theaterwissenschaft & Performance Studies im Umfang von 70 CP zu belegen. Hinzu kommen 30 CP im Ergänzungsbereich, die sich aus fachgebundenen, fachübergreifenden und interdisziplinären Studieneinheiten zusammensetzten.
Der 2-Fach-Master umfasst pro Studienfach 50 CP. Die Abschlussarbeit kann wahlweise im Fach Theaterwissenschaft & Performance Studies oder im anderen Studienfach geschrieben werden.
Der Master of Arts "Theaterwissenschaft & Performance Studies" ist derzeit zulassungsfrei. Voraussetzung ist der B.A.-Abschluss im Fach "Theaterwissenschaft & Performance Studies" oder ein äquivalenter Abschluss mit Fach bezogenen Studienleistungen von mindestens 40 CP (ECTS). Zudem sind gute Kenntnisse in mindestens zwei lebenden Fremdsprachen als Gegenstandssprachen (eine davon mindestens auf Niveau B2, die andere mindestens auf B1) erforderlich. Die Sprachkenntnisse müssen bis zur Anmeldung der M.A.-Prüfung nachgewiesen werden.
Das M.A.-Studium kann sowohl im Winter- als auch im Sommersemester aufgenommen werden. Vor Studienbeginn ist für interne und externe Bewerber*innen ein obligatorisches Beratungsgespräch mit der Studienfachberatung notwendig.