Räume werden verwandelt und verwandeln diejenigen, die sie bewohnen. Sie sind nicht gegeben, sondern werden durch eine Vielzahl von Beziehungen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Aktanten erzeugt. In Räumen bewegen und gruppieren sich Körper: Soziale Differenzierungen und Gemeinschaften entstehen, stratifiziert nach "race", "class" und "gender". Das Zusammenleben in Räumen wird dabei durch den Zugang zu den in ihnen vorhandenen und umkämpften "Ressourcen" ermöglicht und geprägt: Mit ihrer Ausbeutung und Nutzung gingen und gehen Versklavung, Arbeitsmigration und Kriege einher; es entstanden komplexe "Verflechtungsgeschichten", die sich in der Gegenwart fortschreiben. Die "materiellen Praktiken" der Nutzung und Veränderung von Welt sind mit Imaginationen des Zusammenlebens, mit Konzepten und Diskursen verschränkt.
Der neu gegründete „Humanities Hub“ "Transitorische Räume – Ressourcen, Verflechtungsgeschichten, materielle Praktiken" bringt Wissenschaftler:innen verschiedener Fakultäten zusammen, um gemeinsam über die Politiken und Ästhetiken des Raums in Zeiten einer Renaissance geopolitischer Konzepte nachzudenken.