Dr. des.
Ruhr-Universität Bochum
Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstr. 150
44801 Bochum
Raum: GB 3/34
E-Mail: agnieszka.roguski@ruhr-uni-bochum.de
Sprechstunden nach Vereinbarung per Mail
Agnieszka Muriel Roguski ist seit April 2026 Akademische Rätin am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum mit Schwerpunkt auf kuratorischen und performativen Praktiken in zeitgenössischer Kunst und visueller Kultur. Ihre Arbeit versteht Kuratieren als Wissenspraxis, in der kulturelle Kontexte als ästhetische, historische und (techno-)soziale Konstellationen produziert und erfahrbar gemacht werden.
Ihre Forschung verbindet kuratorische Theorie, Kunst- und Kulturtheorie, künstlerische Praxis und institutionelle Analyse. Im Fokus stehen Display- und Ausstellungspolitiken sowie Formen von Öffentlichkeit, Sichtbarkeit und Subjektivierung. Dabei entwickelt sie situierte und kollaborative Ansätze im Dialog mit queer-feministischer und kritischer Theorie. Sie studierte Theaterwissenschaft und Kulturwissenschaft an der Freien Universität und der Humboldt-Universität Berlin sowie Kulturen des Kuratorischen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.
Seit 2024 ist Agnieszka Roguski künstlerische Co-Leiterin des Kunst Raum Mitte in Berlin, wo sie Fragen von postsozialistischer Historisierung, Institutions- und Archivbildung als kuratorisches Forschungsfeld entwickelt. Sie war Vertretungsprofessorin für Kunstvermittlung und Ästhetik sowie Co-Leiterin des M.F.A.-Studiengangs „Körper, Theorie und Poetik des Performativen“ an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Zuvor war sie künstlerische Leiterin am M.1 der Arthur Boskamp-Stiftung (2021–2023) und Researcher in Residence am Museum of Modern and Contemporary Art (MMCA) in Seoul (2022). Sie arbeitete unter anderem an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig mit Beatrice von Bismarck sowie an Institutionen wie der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem PRAXES Center for Contemporary Art Berlin und dem CCA Wattis Institute San Francisco. Projekte und Ausstellungen entstanden zudem in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Leipzig, dem HKW Berlin, d/p Seoul sowie der Torrance Shipman Gallery New York. Aktuell forscht sie zu kuratorischer Kompliz*innenschaft im transkulturellen Kontext.
Ihre Publikationen verbinden kuratorische und diskursive Praxis. Dazu zählen die Herausgabe von „Echoing Exhibition Views. Subjectivity in Post-Digital Times“ (Onomatopee Press, 2020) gemeinsam mit Ann Richter, die digitale Publikationsplattform „Show and Try Again“ (HGB Leipzig) sowie das Website-Projekt „Introspecting Institutions“ im Auftrag der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Darüber hinaus ist sie Herausgeberin der Kataloge „Leonie Kellein – A Wing Beat! A Wing Beat!“ (Distanz Verlag, 2024) und „Dina El Kaisy Friemuth – Soul“ (Eigenverlag, 2023).
Ihre Monografie „The Self on Display“ erscheint 2026 bei transcript.
Arbeit an den Schnittstellen von kuratorischer Theorie, Performance, Kunst- und Kulturtheorie sowie künstlerischer Praxis mit Fokus auf institutionelle, ästhetische und techno-soziale Konstellationen der Gegenwartskunst.
Weitere Infos zu Agnieszka Roguski sind auf ihrer Webseite zu finden.
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Eine Auflistung aller Publikationen von Dr. Agnieszka Roguski steht hier zum Download zur Verfügung.