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Infrastruktur: Ästhetik und Versorgung (FOR 5710/1)

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Die Forschungsgruppe „Infrastruktur: Ästhetik und Versorgung“ mit Standorten an der Ruhr-Universität Bochum und der Kunsthochschule für Medien Köln wird ab dem 1.10.2025 für vier Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. 

Infrastrukturen statten die Umwelten unseres Zusammenlebens aus. Indem sie das tun, bedingen sie, welche Erfahrungen von wem gemacht werden können. Dabei sind Infrastrukturen jedoch nicht einfach funktional; ihnen liegen Imaginationen darüber zugrunde, welches Leben wie von wem geführt werden und wer es versorgen soll. Ästhetische Praktiken können diese Vorgänge erforschen. Die Gruppe möchte die bisherige, an Fragen von Technologie und Verwaltung orientierte Infrastrukturforschung um eine Perspektive erweitern, die Infrastruktur als soziale Ordnungsmacht reflektiert und verhandelbar macht. Mit neu eingestellten Forscher:innen aus Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Simbabwe, der Slowakei und Spanien wird die Gruppe insbesondere Vergangenheit und Fortleben der schwerindustriellen, kolonialen, rassifizierenden und extraktivistischen Infrastruktur untersuchen. Sprecher ist Jörn Etzold vom Institut für Theaterwissenschaft.

Mehr Infos gibt es hier.