Prof. Dr.
Stv. Geschäftsführende Direktorin
Ruhr-Universität Bochum
Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstr. 150
44801 Bochum
Raum: GB 3/36
E-Mail: dorota.sajewska@ruhr-uni-bochum.de
Sprechstunden nach Vereinbarung per Mail
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen:
Studentische Mitarbeiter*in:
Helena Baur (Koordination studentischer Angelegenheiten etc.)
E-Mail: Helena.Baur@ruhr-uni-bochum.de
Dorota Sajewska ist seit Februar 2023 Professorin am Institut für Theaterwissenschaft. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf performativen Künsten und Wissenspraktiken in einer komparatistisch angelegten Perspektive, die sowohl regionale als auch globale, europäische und außereuropäische Erscheinungsformen von sozialen, kulturellen und ästhetischen Performanzen berücksichtigt.
Im Oktober 2025 wurde sie Inhaberin des nach Prof. Maria Janion benannten Ehrenlehrstuhls an der Universität Danzig.
Von 2016 bis 2023 hatte sie Assistenzprofessur für Interart (Osteuropa) an der Universität Zürich inne, wo sie auch Mitglied des Zentrums für Künste und Kulturtheorie und Beirätin des Studienprogramms Kulturanalyse war. Seit 2004 lehrte und forschte sie (zunächst als Assistentin, dann als Juniorprofessorin) am Institut für Kulturwissenschaften in der Abteilung für Theater und Performanz an der Universität Warschau, von 2003 bis 2007 dozierte sie auch an der Fakultät für Theaterwissenschaft der Theaterakademie Warschau. Im April 2017 habilitierte sie sich an der Universität Warschau im Fachbereich Kulturwissenschaften mit einer Habilitationsschrift zur Performativität künstlerischer Archivierungsprozesse des Ersten Weltkriegs, die 2016 auf Polnisch und 2019 auf Englisch u. d. T. Necroperformance. Cultural Reconstructions of the War Body (diaphanes, Chicago) erschien.
Von 2018 bis 2023 leitete Dorota Sajewska das vom SNF geförderte Forschungsprojekt Krise und Communitas zu performativen Konzepten des Gemeinschaftlichen in der Kunst und Kultur (www.crisisandcommunitas.com). Dabei ging es um eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen theoretischen und ästhetischen Entwürfen des Gemeinschaftlichen mit Fokus auf Momente des Mit-Einander-Teilens und der Bildung temporärer Bindungen. Von 2016 bis 2020 war sie an einem von DFG und NCN geförderten Forschungsprojekt Performing Memory. Testimonial, reconstructive and counterfactual strategies beteiligt. Darüber hinaus leitete sie ein anderes Projekt zu digitalen Archiven performativer Künste Resources. Archives in Performative Arts (2012-2016).
Dorota Sajewska studierte Polnische Philologie (Schwerpunkt: Drama und Theater) und Germanistik an der Universität Warschau sowie Theaterwissenschaft/Kulturelle Kommunikation und Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt Universität zu Berlin. Im Jahr 2004 promovierte sie an der Universität Warschau mit einer Arbeit über die Interdependenz von Psychoanalyse (Hysterie- und Neurasthenie-Diskurs) und Theaterästhetik um die europäische Jahrhundertwende. Ihre Dissertation „Kranke Stücke”. Krankheit/Identität/Drama. Veränderungen des modernen Subjektkonzepts und der dramatischen Form in Theatertexten um die Jahrhundertwende ist 2005 auf Polnisch erschienen.
Parallel zu ihrer akademischen Tätigkeit ist Dorota Sajewska seit über 20 Jahren in die internationale Theater- und Kunstszene involviert. Sie arbeitete als Dramaturgin zahlreicher Inszenierungen, als Programmkoordinatorin von Theaterfestivals, dramaturgischen Workshops und künstlerisch-pädagogischen Projekten, als Autorin von Theater- und Filmscripts, Performance-Lectures und Theaterinstallationen. Als Chefdramaturgin und stellvertretende künstlerische Leiterin am Teatr Dramatyczny in Warschau (2008–2012) und als künstlerische Co-Leiterin des Internationalen Theaterfestivals WARSZAWA CENTRALNA kooperierte sie mit Theater, Performance- und Videokünstler*innen aus der ganzen Welt, u.a. mit Ron Athey, Constanza Macras, Karol Radziszewski, Aernout Mik, Suse Wächter, Artur Żmijewski. Seit 2018 arbeitet sie mit der Choreographin Alexandra Bachtzetsis zusammen, mit der sie 2020 das OPEN STUDIO in Zürich gründete, das als Labor für performative Situationen konzipiert ist.
Prof. Dr. Dorota Sajewska (Institut für Theaterwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum) hat mit Prof. Dr. Fabienne Liptay (Seminar für Filmwissenschaft, Universität Zürich) zusammen das Institute for Performance and Film Expanded begründet, das von 25 Founding Members getragen wird. The IPF Expanded ist ein experimentelles Forschungslabor, das Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Kurator*innen zur non-disziplinären Erforschung von Performance und Film sowie zur Durchführung kollaborativer Projekte und Veranstaltungen zusammenführt.
Detaillierte Informationen zum Institute for Performance and Film Expanded sind auf der offiziellen Webseite verfügbar.
2025 Gründung des Institute for Performance and Film Expanded (zusammen mit Prof. Dr. Fabienne Liptay, UZH), eines experimentellen Forschungslabors für transdisziplinäre Forschung im Bereich Performance und Film
2018–2023 "Krise und Communitas. Performative Konzepte des Gemeinschaftlichen in der polnischen Kultur seit Beginn des 20. Jahrhunderts", Universität Zürich, SNF-Projekt, 2 DoktorandInnen und eine PostDoc-Stelle, Projektleiterin
2016–2020 "Performing Memory. Testimonial, reconstructive and counterfactual strategies in literatures and performing arts", Universität Warschau, in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam und Jagiellonen-Universität in Krakau, DFG- und NCN Projekt, Co-Investigator
2012–2016 "Resources. Archives in Performative Arts", Universität Warschau, Forschungsprojekt des NPRH-Programms, stellvertretende Projektleiterin
2010–2013 "ECLAP" (European Collected Library of Artistic Performance), EU-Forschungsprojekt zu digitalen Archiven der performativen Künste, Universität Warschau, Projektleiterin
2023–2025 Professorensprecherin an der Fakultät für Philologie der RUB
2020–2023 Mitglied der Programmleitung des Forschungsprogramms Epistemologien ästhetischer Praktiken (Doktoratsprogramm der UZH, ETH und ZHdK)
2018–2023 Mitglied des Kuratoriums der Kulturanalyse, UZH
2016–2023 Mitglied des Zentrums für Künste und Kulturtheorie, UZH (Leitung gem. mit Prof. Dr. Fabienne Liptay 2017–2018)
2015–bis heute Mitglied der Polnischen Gesellschaft für Genderforschung
2012–bis heute Mitglied der Polnischen Gesellschaft für Theaterforschung (PTBT)
2022–2023 Vertreterin der Slavistik in der Fachkommission Gender Studies UZH
2025– Mitglied des Beirats für den Kongress Polenforschung 2027
2022–bis heute Mitherausgeberin der Buchreihe "Critical Theatre Studies" (gem. mit Prof. Dr. Nikolaus Müller-Schöll und Prof. Dr. Gerald Siegmund)
2021–2023 Mitglied des Fachausschusses Tanz&Theater Basel
2020–bis heute Mitglied des Wissenschaftsbeirats der Zeitschrift "Didaskalia"
2018–2020 Mitglied des Wissenschaftsbeirats der Buchreihe "Nowe Historie Sztuki"
2017–bis heute Mitglied des Wissenschaftsbeirats der Zeitschrift "EASAP" (European Association for the Study of Theatre and Performance)
2014–2016 Mitglied des Beirats des Instituts für performative Künste (ISP)
SoSe 26
SoSe 25
WiSe 24/25
SoSe 24
WiSe 23/24
SoSe 23
Eine Auflistung aller Publikationen von Prof. Dr. Dorota Sajewska steht hier zum Download zur Verfügung.